Sanierung von Schiessanlagen
Warum Blei und Antimon heute zur Standortfrage werden
Viele Schiessanlagen in der Schweiz haben eine lange Geschichte. Über Jahrzehnte wurde auf natürlichen Kugelfängen geschossen. Dabei gelangten Geschossrückstände in den Zielbereich. Vor allem Blei, aber auch Antimon, sammelten sich im Erdreich an.
Lange stand deshalb die Bodenbelastung im Vordergrund. Belastetes Material wurde erfasst, beurteilt und je nach Situation abgetragen oder gesichert. Mit zunehmenden Untersuchungen zeigte sich jedoch, dass die Problematik weiter reichen kann. Schadstoffe bleiben nicht immer dort, wo sie ursprünglich eingetragen wurden.
CHEMIA BRUGG beschäftigt sich mit einem Lösungsansatz für belastete Wasserströme aus dem Umfeld von Schiessanlagen. Im Zentrum steht das speziell aufbereitete Eisenoxid Sb51. Es handelt sich nicht um ein beliebiges Eisenoxid, sondern um ein Material mit gezielt nutzbaren Eigenschaften zur Entfernung von Antimon und weiteren Metallen aus belastetem Wasser.
Wenn aus einer Bodenbelastung ein Wasserproblem wird
Regenwasser sickert durch den Kugelfang und kommt mit belastetem Erdreich in Kontakt. Dabei können Stoffe aus den Geschossrückständen aufgenommen und weitertransportiert werden. Besonders Antimon ist wichtig, weil es mobiler sein kann als Blei.
So entsteht belastetes Sickerwasser. Je nach Standort, Bodenaufbau und Wasserführung wandert dieses Wasser in Richtung Grundwasser oder wird über Drainagen weitergeführt.
Damit wird aus einer historischen Bodenbelastung auch eine Frage des Gewässerschutzes. Schiessanlagen müssen deshalb als Gesamtsystem beurteilt werden. Nicht nur der Boden ist relevant, sondern auch der Wasserpfad.
Der Sanierungsdruck nimmt zu
Viele Schiessanlagen sind bereits im Kataster der belasteten Standorte erfasst. Zahlreiche Standorte wurden in den vergangenen Jahren untersucht oder saniert. Weitere werden folgen.
Der Bund hat den zeitlichen Rahmen klar gesetzt. Damit Sanierungsmassnahmen weiterhin über VASA-Abgeltungen unterstützt werden können, müssen sie bis spätestens Ende 2045 abgeschlossen sein.
Für Gemeinden bedeutet das Planungssicherheit, aber auch Handlungsdruck. Sanierungen brauchen Vorabklärungen, Abstimmungen mit Fachstellen, technische Konzepte und eine saubere Umsetzung. Wer zu lange wartet, riskiert Engpässe bei Planung, Bewilligung, Ausführung und Kostenkontrolle.
Sanierung bedeutet nicht automatisch nur Aushub
Sanierung wird bei Schiessanlagen häufig mit dem Abtrag und Ersatz von belastetem Erdreich verbunden. In vielen Fällen ist das richtig und notwendig.
Gleichzeitig lohnt sich ein genauer Blick auf den Wasserpfad.
Wenn belastetes Wasser gefasst oder kontrolliert geführt werden kann, entsteht eine zusätzliche technische Behandlungsoption. Die Belastung wird dann nicht erst über grosse Materialbewegungen betrachtet, sondern direkt im betroffenen Wasserstrom.
Eine Behandlung vor Ort ersetzt den Bodenaushub nicht grundsätzlich. Sie kann aber ein sinnvoller Baustein im Sanierungskonzept sein, wenn der Wasserstrom technisch zugänglich ist.
Warum die Behandlung vor Ort eine Option ist
Eine Behandlung vor Ort setzt dort an, wo der belastete Wasserstrom entsteht oder gefasst werden kann. Das kann bei Sickerwasser, Drainagewasser, Schlammwasser oder anderen wässrigen Medien der Fall sein.
Der Vorteil liegt in der Nähe zur Belastung. Der Wasserpfad kann gezielt in das Sanierungskonzept eingebunden werden. Je nach Situation lassen sich Transporte, Materialbewegungen oder nachgelagerte Aufwände reduzieren.
Entscheidend bleibt immer die konkrete Standortbeurteilung.
Auch für Entsorger und Aufbereiter relevant
Nicht jede Sanierung endet direkt am Schiessplatz. Wenn belastetes Erdreich abgetragen wird, muss es je nach Belastung entsorgt, behandelt oder aufbereitet werden.
Bei der nassen Aufbereitung kann Blei und Antimon in das Prozesswasser übergehen. Damit entsteht ein weiterer Wasserstrom, der beurteilt und gegebenenfalls behandelt werden muss.
Auch hier kann eine gezielte Behandlung interessant sein. Nicht als Ersatz für die Aufbereitung des Erdreichs, sondern als Behandlungsstufe für belastetes Wasch- oder Prozesswasser.
CHEMIA BRUGG bietet einen Lösungsansatz
CHEMIA BRUGG unterstützt bei der technischen Einschätzung der belasteten Wasserströme. Im Zentrum steht das speziell aufbereitete Eisenoxid Sb51, das Antimon und Blei im Wasserstrom binden kann.
In Feldversuchen wurde die Wirksamkeit des Ansatzes bestätigt. Unterschiedliche Fachhochschulen gelangten unabhängig voneinander zu vergleichbaren Ergebnissen.
Der Ansatz ist keine Standardlösung für jeden Standort. Er ist eine technische Option, die im konkreten Projekt geprüft werden sollte.
Wann eine Prüfung sinnvoll sein kann
Eine erste Einschätzung kann sinnvoll sein, wenn belastetes Wasser im Projekt eine Rolle spielt und technisch fassbar ist. Entscheidend ist, ob der Wasserstrom gezielt behandelt und sinnvoll in das bestehende Konzept eingebunden werden kann.
Relevante Fragen sind zum Beispiel
- Ist Antimon oder Blei im Wasserpfad nachweisbar?
- Kann der belastete Wasserstrom gefasst oder kontrolliert geführt werden?
- Welche Mengen fallen an?
- Wie ist der Wasserstrom zusammengesetzt?
- Wie lässt sich eine Behandlungsstufe in das bestehende Sanierungs- oder Aufbereitungskonzept integrieren?
- Welche Anforderungen stellen Behörden, Fachplaner und Projektbeteiligte?
Der nächste Schritt
CHEMIA BRUGG unterstützt Gemeinden, Sanierer, Planer sowie Entsorgungs- und Aufbereitungsbetriebe bei der ersten technischen Einschätzung.
Gemeinsam kann geprüft werden, ob eine Behandlung von Sickerwasser, Drainagewasser, Schlammwasser oder Waschwasser sinnvoll in das jeweilige Projekt eingebunden werden kann.
Ziel ist eine realistische Beurteilung. Nicht jede Anlage und nicht jeder Standort eignet sich gleich gut. Wo der Wasserstrom jedoch technisch fassbar ist, kann die Behandlung mit dem speziell aufbereiteten Eisenoxid Sb51 eine interessante Option im Umgang mit Blei und Antimon sein.
Häufige Fragen zur Sanierung von Schiessanlagen
Blei und Antimon stammen aus Geschossrückständen, die über Jahrzehnte in den Kugelfang eingetragen wurden. Blei macht den grössten Anteil der Belastung aus. Antimon ist besonders relevant, weil es unter bestimmten Bedingungen leichter mobilisiert werden kann.
Regenwasser kann durch belastetes Erdreich sickern und im Laufe von Jahrzehnten Stoffe aus den Geschossrückständen aufnehmen. Je nach Boden, Standort und Wasserführung kann belastetes Sickerwasser in Richtung Grundwasser oder Oberflächengewässer gelangen.
Schiessanlagen können belastete Standorte darstellen. Insbesondere ist dies relevant, bei Schiessanlagen die unmittelbar über Grundwasser angesiedelt sind. Wenn von Blei oder Antimon eine Gefährdung für Boden, Grundwasser oder Oberflächengewässer ausgeht, müssen Massnahmen geprüft und bei Bedarf umgesetzt werden.
Sanierungsmassnahmen bei Schiessanlagen müssen bis spätestens Ende 2045 abgeschlossen sein, damit sie weiterhin über VASA-Abgeltungen des Bundes unterstützt werden können.
Nicht grundsätzlich. Die Behandlung vor Ort ist eine mögliche Ergänzung im Sanierungskonzept. Sie bietet vor allem dann Vorteile, wenn belastetes Sickerwasser, Drainagewasser oder Schlammwasser gefasst und gezielt behandelt werden kann.
Ja. Sanierer können den Ansatz als zusätzliche Option im Projekt prüfen. Entsorgungs- und Aufbereitungsbetriebe können ihn dort ins Auge fassen, wo bei der Behandlung von belastetem Erdreich Wasch- oder Prozesswasser mit Blei und Antimon anfällt.
CHEMIA BRUGG bietet einen Lösungsansatz mit dem speziell aufbereiteten Eisenoxid Sb51 und unterstützt bei der ersten technischen Einschätzung, ob eine Behandlung des belasteten Wasserstroms im konkreten Projekt sinnvoll eingesetzt werden kann.